Unsere Geschichte

30 Jahre Nachwuchsförderung in Sense und See.

Seit 1996 eröffnet SenSee Future Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Eishockey. Was als regionale Nachwuchsinitiative begann, entwickelte sich über Generationen von Spielerinnen, Spielern und engagierten Menschen weiter.

1996: Eine gemeinsame Idee wird zum Verein

Am 29. April 1996 wurde in Düdingen die Eishockey-Nachwuchsbewegung Sense und See gegründet – kurz ENB SenSee. Engagierte Eishockeyaner, Eltern und Vereine aus der Region schufen gemeinsam eine Organisation, die Kindern und Jugendlichen eine Eishockeyausbildung vor Ort ermöglichen sollte.

Gründerpräsident Roger Blanchard und der erste Cheftrainer Jakob Lüdi leisteten die Aufbauarbeit. Bereits in der Saison 1996/97 zählte die Hockeyschule 132 Kinder. Eine Piccolo-Mannschaft nahm an der Meisterschaft teil.

Damit war der Grundstein für einen Verein gelegt, dessen Aufgabe bis heute dieselbe geblieben ist: Begeisterung für Eishockey wecken und junge Menschen auf ihrem sportlichen Weg begleiten.

Die ersten Jahre: Der Nachwuchs wächst

Schon in der zweiten Saison wurde das Angebot erweitert. Unter Cheftrainer Paul Vonlanthen nahm neben den Piccolos eine Mini-Mannschaft am Meisterschaftsbetrieb teil. Sie schaffte 1997/98 den Aufstieg in die Kategorie Mini A.

Zur Saison 1998/99 übernahm Franz Jeckelmann das Präsidium. Mit Piccolo-, Moskito-, Mini- und Novizenmannschaften konnten inzwischen mehrere Altersstufen am geregelten Spielbetrieb teilnehmen. Eine Bambini-Mannschaft ergänzte das Angebot in der folgenden Saison.

Ab 2000/01 setzte Cheftrainer Freddy Riedo weitere Akzente. Eine Juniorenmannschaft kam hinzu; auch die Ausbildung der Trainer und Torhüter erhielt besonderes Gewicht.

Die Entwicklung verlief nicht ohne Herausforderungen. Nach Jeckelmanns Rücktritt führte der reduzierte Vorstand den Verein 2001/02 ohne Präsidenten weiter. In der Saison 2002/03 übernahm Pascal Klaus zunächst ad interim, bevor ihn die Generalversammlung am 16. Mai 2003 definitiv zum Präsidenten wählte.

2002 bis 2007: Sportliche Fortschritte

Die Aufbauarbeit wurde zunehmend auch in den Resultaten sichtbar. 2002 und 2006 gewann die ENB SenSee das internationale U11-Turnier in Dornbirn. Die jungen Mannschaften sammelten damit auch über die Landesgrenzen hinaus Erfahrungen und Erfolge.

In der Meisterschaft gelang den Junioren 2002/03 der Aufstieg in die Top-Kategorie. Ein Jahr später folgten die Novizen A mit ihrem Aufstieg in die Novizen Top. In der Saison 2005/06 qualifizierten sich auch die Mini A und Moskito A sportlich für die Top-Stufe.

Ein besonderer Meilenstein folgte 2006/07 mit dem Aufstieg der Junioren in die Elite B. Zum Ausbildungsweg gehörte damals die Möglichkeit, zusätzlich bei den Aktiven der Düdingen Bulls zu spielen. Mit Trainer Patrick Privet erreichte die Mannschaft die Aufstiegsgruppe und sicherte sich den zweiten Rang, der zum direkten Aufstieg berechtigte.

Die regionale Nachwuchsbewegung hatte sich damit einen Platz auf einer höheren nationalen Juniorenstufe erarbeitet.

2008: Ein neuer Name, derselbe Auftrag

Am 18. Juni 2008 wurde die ENB SenSee im Zuge der Neuorganisation zum Nachwuchsbereich Future des EHC SenSee umbenannt.

Die Nachwuchsorganisation führte ihre Arbeit mit eigenem Vorstand und eigener Vereinskasse weiter. Strukturen, Ausbildungsziele und Leitbild der ENB wurden übernommen.

Der heutige Name EHC SenSee Future steht deshalb für eine Geschichte, die bereits 1996 begonnen hat – und für den gemeinsamen Auftrag, die Zukunft des regionalen Eishockeys zu gestalten.

Ausbildung und Organisation weiterentwickeln

Mit zunehmenden Anforderungen gewann die Abstimmung zwischen den Altersstufen an Bedeutung. Zum 1. Mai 2016 übernahm Robert Slehofer die neu geschaffene Funktion des Ausbildungschefs.

Zu seinen Aufgaben gehörten eine altersgerechte Ausbildung, die Zusammenarbeit mit den Trainern und die Koordination mit den Partnervereinen. Die einzelnen Mannschaften sollten Teil eines zusammenhängenden Ausbildungswegs sein.

Auch Thomas Jungo engagierte sich in der Nachwuchsausbildung und ihrer Organisation. Als Trainer und in der Sportadministration übernahm er Aufgaben auf dem Eis und im Vereinsalltag. Dazu gehörten die Trainingsorganisation sowie die Abwicklung der J+S-Anmeldungen mit digitalen Anwesenheitskontrollen.

Auch ehemalige Nachwuchsspieler blieben dem Verein verbunden: Christoph Bertschy wurde 2016 Botschafter der Hockeyschule, Andrea Glauser wurde 2018 als weiterer Botschafter vorgestellt.

2018: Gemeinsam im Kanton

Im Dezember 2018 wurde ein kantonales Ausbildungsprojekt vorgestellt, das die Nachwuchsorganisationen im Norden und Süden Freiburgs mit Gottéron MJ und dem Freiburger Eishockeyverband zusammenführte.

SenSee Future brachte seine regionale Ausbildungsarbeit in dieses gemeinsame Vorhaben ein. Der langjährige Präsident Emanuel Jungo vertrat den Verein zusammen mit Ausbildungschef Robert Slehofer bei der Vorstellung des Projekts im Dezember 2018. Ziel war, jungen Spielerinnen und Spielern passende Entwicklungsmöglichkeiten über Vereinsgrenzen hinweg zu eröffnen.

Die Zusammenarbeit wurde weiter vertieft. Ab Sommer 2022 trainierten die U13-Top-Spieler von SenSee Future und Fribourg-Gottéron gemeinsam. Gemischte Mannschaften traten unter den Namen beider Vereine an.

Damit wurde ein Grundgedanke konkret: Die Entwicklung der Kinder steht im Mittelpunkt der Zusammenarbeit.

2022: Eine besondere Saison

Die Saison 2021/22 brachte gleich mehrere sportliche Höhepunkte. Die U15-Top und die U20-A wurden Westschweizer Meister.

Die U20-A setzte ihren Weg anschliessend bis zum nationalen Titel fort. Am 26. März 2022 sicherte sie sich mit einem 6:0 gegen St. Moritz den Schweizermeistertitel ihrer Kategorie. Damit verbunden war der Aufstieg in die U20-Top für die folgende Saison.

Trainiert wurde die Mannschaft von Patrick Bucheli und Peter Brand. Der damalige Vereinsbericht trug den Titel «History Maker!».

Auch die Arbeit an der Basis erhielt Anerkennung: Im SIHF-Erfassungslabel 2021/22 belegte SenSee Future schweizweit den dritten Rang. Diese Auszeichnung würdigte die Ausbildung von der Hockeyschule bis zur U13.

2024 bis 2026: Weitere Erfolge und neue Verantwortung

2023/24 wurde die U20-A erneut Westschweizer Meister. Im entscheidenden Regionalfinal gegen Yverdon setzte sie sich im Penaltyschiessen durch. Die anschliessende Schweizer Finalrunde beendete das Team auf dem zweiten Platz.

Im selben Ausbildungsjahr erreichte SenSee Future den zweiten Schweizer Rang im SIHF-Erfassungslabel.

In der Saison 2025/26 kam mit dem Westschweizer Meistertitel der U21-A ein weiterer Mannschaftserfolg hinzu. Im Juni 2026 übernahm ein neuer Vorstand unter Präsident Jean Loeffler die Verantwortung für den Verein.

30 Jahre nach der Gründung bleibt die Aufgabe, Bewährtes weiterzuführen und die Ausbildung für kommende Generationen zu entwickeln.

Wege, die über SenSee Future hinausführen

Einige ehemalige Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspieler sind heute auf nationaler und internationaler Bühne unterwegs.

Christoph Bertschy, Andrea Glauser und Sandro Schmid spielen bei Fribourg-Gottéron in der National League und vertraten die Schweiz an den Olympischen Spielen. Norina Müller und Rebecca Langenegger spielen bei den Gottéron Ladies und nahmen mit der Schweizer U18-Nationalmannschaft an Weltmeisterschaften teil.

SenSee Future war eine Station auf ihren Ausbildungswegen. Ihre Entwicklung zeigt, welche Möglichkeiten aus dem Zusammenspiel regionaler Nachwuchsarbeit, persönlichem Einsatz und weiterführender Förderung entstehen können.

Getragen von Menschen

Hinter dieser Geschichte stehen Generationen von Trainerinnen und Trainern, Vorstandsmitgliedern, Teamleitungen, Helferinnen und Helfern. Eltern ermöglichen Trainings und Auswärtsspiele, Partner unterstützen die Ausbildung, und viele Menschen übernehmen Verantwortung im Hintergrund.

Nicht jeder Beitrag erscheint in einer Rangliste oder einem Spielbericht. Doch ohne diese Arbeit gäbe es weder die ersten Schritte in der Hockeyschule noch die späteren Meistertitel.

30 Jahre SenSee Future sind deshalb vor allem 30 Jahre gemeinsamer Einsatz für Kinder und Jugendliche aus der Region Sense und See.

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